3D-Drucker zur Markenpiraterie missbraucht?
3D-Drucker sind unverzichtbar, wenn es um die schnelle Erstellung von Prototypen geht, erstellen sie doch innerhalb von wenigen Stunden 3D-Prototypen eines bestimmten CAD-Modells, mit dessen Hilfe sich das zu fertigende Produkt weiterentwickeln kann, um es später erfolgreich zu vertreiben. Neben Architekten, Industriedesignern und auch Künstlern nutzen auch zwielichtige Gestalten den 3D-Drucker zur Produktpiraterie, so zumindest die Befürchtung der britischen Non-Profit-Organisation “Public Knowledge”.
Laut verschiedenen internationalen Medienberichten befürchtet die Organisation, dass 3D-Drucker als Hilfsmittel zur Produktpiraterie betrachtet werden könnten und auf entsprechend viel Widerstand stoßen werden und das nicht nur bei Konsumenten vom bestimmten Produkten, sondern auch bei Unternehmen, die Rapid Prototyping betreiben. Bei diesem Verfahren werden ebenfalls Prototypen aus CAD-Daten hergestellt ohne manuelle Zwischenschritte. Bei dem Verfahren kommen verschiedene Grundmaterialien wie Metall oder Kunststoff zum Einsatz, die mit Hilfe eines Lasers in ihrer Form so bearbeitet werden, dass der entworfene Prototyp entsteht. Dieser Vorgang wird von einem Computer gesteuert und benötigt keine Zwischenschritte.
Aber zurück zu der Befürchtung des Missbrauchs von 3D-Druckern zur Produktpiraterie. Auch wenn die Technologie momentan noch in ihren Kinderschuhen steckt, halten Experten dies nicht für unwahrscheinlich. “Manche [werden] 3D-Druck als störende Bedrohung erachten”, meint die Organisation “Public Knowledge”. Ein gerichtliches Vorgehen gegen im Verdacht stehende Markenpiraten wird sehr wahrscheinlich von Unternehmen, die sich in ihrem Recht an geistigem Eigentum betrogen sehen, stattfinden.
Dennoch sollten die 3D-Drucker nicht durch dieses mögliche Absatzgebiet verteufelt werden, bieten sie doch eine schnelle Möglichkeit aus CAD-Modellen, die am Computer erstellt wurden, anfassbare und vor allen Dingen tastbare Prototypen zu schaffen, die einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des entstehenden Produktes bedingen hin zu seiner Vollendung.