November 26th, 2010

Bewerben im Ausland


Die Berufswahl ist eine schwierige Entscheidung und dauert oft lange. Komplizierter wird sie sogar noch für die, die sich für einen Beruf im Ausland interessieren. Übersetzungen, Formulare und komplizierte Kontaktaufnahme wegen eventueller Zeitunterschiede erschweren eine Bewerbung im Ausland – was nicht heißt, dass der fremde Bewerber bessere oder schlechtere Chancen hätte als ein inländischer. Sich bewerben heißt schließlich, Werbung für sich selbst zu machen. Auch wenn sich das über Zeitzonen, Grenzen und Sprachunterschiede hinweg schwer gestaltet. Wenn von dem Unternehmen ein Programm zum Bewerbermanagement genutzt wird, ist besondere Aufmerksamkeit gefordert.

Bewerbungen bei einer Firma im Ausland, sei es europäisch oder international, erfordern besondere Rücksichten. Man sollte darauf achten, die Muttersprache des Unternehmens (oder die standardvariante Englisch) möglichst fließend und fehlerfrei zu Papier bringen zu können, so dass mühevolle Übersetzungen im Internet oder kostenpflichtige Übersetzer nicht zu Rate gezogen werden müssen. Natürlich sollten Sie die Muttersprache auch überdurchschnittlich gut sprechen können und mit Fachausdrücken der angestrebten Branche vertraut sein. Im Anschreiben müssen Sie herausstellen, warum gerade Sie als Ausländer für diesen Job geeignet sind: Überzeugen Sie Ihren zukünftigen Arbeitgeber von Ihren Qualitäten. Nur das wird auch von einem eventuell verwendeten Bewerbermanagement erkannt. Es ist immer gut, Berufsbezeichnungen so genau wie möglich ins Englische (oder die Landessprache) zu transferieren – auf keinen Fall sollten im Lebenslauf deutsche Berufsnamen stehen. Weicht die Notenskala des Landes von der deutsche ab, wie zum Beispiel in den USA, so versuchen Sie, eine gute Umschreibung zu finden. Außerdem sollten Sie von Abschlusszeugnisse und Referenzbriefe immer beglaubigte Übersetzungen anfertigen lassen. Wichtig ist noch, eventuelle Auslandsaufenthalte auf jeden Fall immer mit anzugeben.

In einigen Ländern ist die elektronische Bewerbung per E-Mail weiter verbreitet als die die schriftliche. Es gibt auch Unterschiede in Benutzung eines Passbildes und einer Unterschrift. Genaue Informationen über solche ungeschriebenen Gesetze im Land sind von hohem Nutzen. Ein Bewerbermanagement, also ein Programm, das dem Personalchef hilft, ist eine Falle für die Bewerber, denn ihre Texte werden nicht mehr genau gelesen, sondern nur maschinell ausgewertet.